Jugendwaldspiele

1975 vom damaligen Burger Realschuldirektor und Kreisbeauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege O. G. Meier ins Leben gerufen, wurden die Jugendwaldspiele des Kreises Dithmarschen bereits über dreißigmal im Erholungswald der Gemeinde Burg ausgetragen.

Alljährlich koordinierte die Realschule Burg dieses Modell einer intensiven und nachhaltigen Kooperation zwischen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald / Kreisverband Dithmarschen, der Landesforstverwaltung mit ihren Revierförstern sowie den Förder-, Haupt-, Realschulen und Gymnasien des Kreises. Mehr als 20 Schulen mit über 50 Klassen des 6. Jahrgangs beteiligen sich in jedem Jahr an der dreitägigen Waldveranstaltung. Die Jugendwaldspiele sind lehrplanrelevant und haben aus schulpädagogischer Sicht ihre zeitgemäße Bestätigung, weil Umwelterziehung verbindlich zum flächenübergreifenden Unterrichtsprinzip auf allen Schulstufen erklärt wurde.

Unsere Gemeinschaftsschule will mit ihrem Einsatz für die Jugendwaldspiele das Wissen um Wald und Natur auf möglichst breiter Basis fördern und der Jugend als Entscheidungsträger von morgen helfen, sich in ihrer Umwelt zu orientieren. Man darf die Jugendwaldspiele zu Recht als praxisbezogenen und im Dienste der Umweltvorsorge stehenden Ökologieunterricht vor Ort bezeichnen.

Weiterentwicklung

Kooperationspartner der Schule
Nach Auflösung der Landesforstenverwaltung und sämtlicher Forstämter muss die Gemeinschaftsschule zukünftig forstliches Personal bei den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten “SHLF” (Anstalt öffentlichen Rechts) anfordern. Für die anfallenden Kosten werden durch die Landesforsten und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald externe Unterstützer angesprochen, so dass gemäß Beschlusslage unserer Schule für die Teilnahme der SchülerInnen keine Startgelder erhoben werden. Damit die Spiele weder quantitativ noch qualitativ leiden, müssen die Landesforsten personell einen stärkeren Part übernehmen und die Schulen entlasten.

Jugendwaldspiele als Projekt “Bildung für nachhaltige Entwicklung”
Die Jugendwaldspiele knüpfen an erfolgreiche und erprobte Bildungsarbeit an, versuchen jetzt aber, die verschiedenen thematischen Schwerpunkte aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Sie machen sich zur Aufgabe, Zusammenhänge zu verdeutlichen, Selbstverständliches zu hinterfragen, neue Sichtweiten zu eröffnen und für Veränderungen Mut zu machen.
Mit dem Thema “Wald als außerschulischer Lernort” als Bestandteil schulischer Umweltbildung soll einer Ausrichtung auf das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung entsprochen werden. Die Jugendwaldspiele sollen dafür konkrete Handlungsfelder bieten, sich an Naturbegegnungen und persönlichem Erleben orientieren, sich als politische und ethische Bildung verstehen und dabei die Gestaltungskompetenz der SchülerInnen fördern.